Porphyr

Porphyr

Sammelbegriff für magmatische Gesteine mit einzelnen größeren Kristallen (meist Alkalifeldspate und/oder Quarz) als Einsprenglinge in einer feinkörnigen und dichten Grundmasse.

Der Name wird heute nur noch in Zusammensetzungen verwendet, z. B. Quarz-Porphyr oder Granit-Porphyr. Porphyr (grch. purpurfarben) ist der Sammelbegriff für ein Eruptivgestein das große gut ausgebildete in einer feinkörnigen Masse eingebettete Kristalle besitzt.

Diese Besonderheit im Gefüge entsteht wenn es zu rapiden Veränderungen in den Äußeren Bedingungen kommt etwa wenn langsam auskristallisierendes Material durch einen Austritt aus dem Vulkan plötzlich sehr schnell abgekühlt wird und durch das schnelle Abkühlen am Ausbilden weiterer großer Kristalle gehindert wird. Deshalb finden sich oft Porphyr-Bomben d. h. äußerlich feinkörnige kugelgestaltige Steine die im Inneren gut ausgebildete Kristalle mit Hohlräumen haben, zum Beispiel Schneekopf-Kugeln. Die einzelnen Kristalle, die im ansonsten homogenen Gestein erkennbar sind, werden auch als Einsprenglinge bezeichnet.